…über eine Entscheidung, die froh macht

Heute zitiere ich aus dem Buch PAWLOWA, Brian Sewell, Roman bei Insel, 4. Auflage 2018:
Mr B möchte mit einem Filmteam einen Film über die Vorgeschichte Pakistans drehen. Es gibt Spannungen zwischen ihm und dem Team, die Vorstellungen über den Film gehen weit auseinander.
Und dann sieht Mr B aus dem Auto einen kleinen Esel, vier tiefe Wunden hat er vom Tragen der Lasten, für die er noch viel zu jung ist. Er springt aus dem Auto und verschwindet zunächst in der Menge. Als man ihn einholt, ergibt ich Folgendes:

“>>Lassen sie den Esel und und steigen Sie wieder ins Auto<<, verlangte der Regisseur. >>Nicht ohne die Eselin!<<, sagte Mr B. >>Ich kann und werde sie nicht einfach hier zurücklassen.<< Während sie stritten, wurden ihre Stimmen immer lauter und um sie herum bildete sich ein Ring aus verständnislosen Zuschauern.  Es wäre vernünftig gewesen, die kleine Eselin ihrem Schicksal zu überlassen und nach Islamabad weiterzufahren, von wo sie am nächsten Tag nach London zurückfliegen würden, doch Mr B war kein vernünftiger Mann – im Gegenteil, wenn man ihn provozierte, konnte er ausgesprochen unvernünftig sein. >>Wir fahren ohne Sie<<, drohte der dicke Regisseur. >>Nur zu<<, erwiderte Mr B erstaunlich klar und entschlossen. Der Kameramann nahm seinen Arm, doch Mr B schüttelte ihn ab. >>Was werden Sie tun, wenn wir Sie hier zurücklassen?<<, fragte Dominic leise. >>Zu Fuß nach Hause gehen<<, sagte Mr B. >>Mit der Eselin.<< Und er lächelte übers ganze Gesicht.”

Hat das was bei Ihnen/Dir angestupst?

 

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